Definition:


Bei Sorbit handelt es sich um einen Zuckeralkohol, der langsam vom Körper aufgenommen wird und bei übermäßigem Verzehr Verdauungsbeschwerden zur Folge hat.

Bei einer Sorbitintoleranz ist die Verwertung von Sorbit im Dünndarm ganz oder teilweise gestört.
Von einer Sorbitintoleranz (auch Sorbitmalabsorption, oder Sorbitunverträglichkeit (SU) genannt), spricht man, wenn Sorbit im Dünndarm nicht in ausreichendem Maße aufgenommen wird. 
Die Resorption erfolgt dort ausschließlich über passive Diffusion, also ohne Mitwirkung von Enzymen oder speziellen Transporteiweißen. 
Da die Aufnahmefähigkeit des Dünndarms für Sorbit grundsätzlich begrenzt ist (etwa 5–10 g), können größere Mengen selbst bei gesunden Personen Beschwerden auslösen, ohne dass eine Erkrankung vorliegt.

Ein erhöhter Sorbitverzehr kann zudem die Aufnahme von Fruchtzucker (Fructose) beeinträchtigen, da das Transportprotein GLUT-5 gehemmt wird. Wird Sorbit nicht ausreichend resorbiert, gelangt es in den Dickdarm. Dort wird es von Darmbakterien abgebaut, wobei Gase entstehen, die häufig zu Blähungen führen.

Bei der Sorbitintoleranz handelt es sich somit um eine verbreitete Verdauungsstörung, bei der der Zuckeraustauschstoff Sorbit (E 420) unzureichend aufgenommen wird. Das unverdaute Sorbit wird im Dickdarm bakteriell zersetzt und kann Symptome wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall verursachen. 

 

 

Ursachen: 


Ist die Aufnahme im Dünndarm beeinträchtigt, beispielsweise durch genetische Veranlagung oder Erkrankungen des Darms, gelangt Sorbit unverdaut in den Dickdarm. Dort kann es bereits bei kleineren Mengen (von etwa 5–10 g) zu Beschwerden kommen, wobei die individuelle Verträglichkeit von Person zu Person deutlich unterschiedlich ist.

 

 

Diagnose: 


Die Diagnose erfolgt durch einen Atemtest (Wasserstoff-Atemtest), bei dem nach Einnahme einer Sorbitlösung die Wasserstoffkonzentration in der Atemluft gemessen wird.

 

 

Behandlung: 


Eine vollständige und dauerhafte Heilung ist in vielen Fällen nicht möglich. Durch eine sorbitarme Ernährung lassen sich die Beschwerden jedoch in der Regel gut kontrollieren oder ganz vermeiden. Zu Beginn empfiehlt sich eine konsequente Verzichtsphase, die später schrittweise durch eine gezielte und kontrollierte Wiedereinführung sorbithaltiger Lebensmittel abgelöst wird.

 

 

Symptome: 

  • Blähungen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Völlegefühl

 

Beispiele für verträgliche Lebensmittel:

  • Ananas, Avocados, Banane, Grapefruit, Honigmelone, Johannisbeere, Kiwi
  • Erbsen, Karotte, Kohlrabi, Kürbis, Spargel, Spinat
  • Milch, Sahne, Joghurt, 
  • Alle Getreidesorten 
  • Alle Fleisch- und Fischsorten
  • Butter, Eier 
  • Nudeln, Kartoffeln, Reis

 

Beispiele für unverträgliche Lebensmittel:

  • Apfel, Birne, Brombeere, Pflaumen, Trauben 
  • Trocken Obst, Datteln, Cranberrys
  • Aubergine
  • Light Produkte, Bier, Fruchtgummis etc.

 

Zu spät? Was nun? Erfahrungswerte zeigen, dass dir folgendes helfen könnte:

  • Stilles Wasser trinken 
  • Entspannen / Ruhig bleiben 
  • Wärmflasche/ Kirschkernkissen 
  • Bequeme Kleidung 
  • Frische Luft

 

Einkaufen:

  • Zutatenlisten/ E-Nummern beachten 
  • Einkaufsliste schreiben (Vorher informieren)

 

Nicht geeignete E-Nummern:

  • Zuckeralkohole:
  • E 968 Erythrit, Erythritol
  • E 954 Isomalt
  • E 966 Laktit
  • E 420 Sorbit, Sorbitol
  • E 421 Mannit, Mannitol
  • E 965 Maltit, Maltitol
  • E 967 Xylito, Xylit, Birkenzucker
  • Emulgatoren:
  • E 432 Polysorbat 20
  • E 433 Polysorbat 80
  • E 434 Polysorbat 40
  • E 435 Polysorbat 60
  • E 436 Polysorbat 65
     
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